Die Stunde Null

Dirk Zentara, Frank Pachan und Lothar Drewes sind die Männer der ersten Stunde. Ein Datum wie in Stein gemeißelt - der 11. Juni 1988. Auf einem Parkplatz in Westerholt fanden sich an diesem Tag zehn Capri-Fahrer ein, die zuvor durch eine Flugblattaktion auf diesen Treffpunkt aufmerksam gemacht worden waren. Einer der Initiatoren war damals Dirk Zentara.


Flugblatt der ersten Stunde

Gemeinsam mit dem ebenfalls capri-begeisterten Lothar Drewes hatte er in den Wochen zuvor jedem Capri den er zu Gesicht bekam (und zu dieser Zeit gab es diese noch in großer Anzahl) einen Infozettel unter den Scheibenwischer gesteckt. Unter Zentaras „Opfern“ auch ein Capri-Eigner namens Frank Pachan. Dirk Zentara und Frank Pachan - sie sind bis heute ohne Unterbrechung im Capri-Club Westerholt, der an diesem Juni-Tag aus der Taufe gehoben wurde, aktiv.

„Es begann damit, dass Lothar und ich gemeinsam unsere ersten Capri-Treffen besuchten“, erinnert sich Dirk Zentara. „Dabei entstanden die ersten Kontakte zu verschiedenen Clubs und Einzelfahrern. Irgendwann haben wir beide uns gefragt: ´Warum nicht selbst einen Capri-Club ins Leben rufen?`“

Also zogen die Herren Drewes und Zentara los und verteilten die erwähnten Flugblätter im Umkreis. Schließlich trudelten insgesamt zehn Rückmeldungen von interessierten "Langnasen-Besitzern" ein - diese wurden für den 11. Juni auf den besagten Parkplatz eingeladen. Dirk Zentara: „Je näher der Tag rückte, umso unruhiger wurde ich. Tausend Fragen schwirrten mir durch den Kopf. Kommt überhaupt jemand zu diesem Treffpunkt, was sind das für Leute, was erwarten die von mir? Und hätte ich irgend etwas Weitergehendes organisieren müssen?“ Es zeigte sich an diesem Nachmittag, dass „Zentis“ Befürchtungen nicht nötig gewesen wären. Alle zehn Capri-Fahrer hielten ihr Wort und rollten zum Treffpunkt an.

Um den Gedanken der Gründung eines Clubs interessant zu gestalten, hatte sich unser heutiger Vorsitzender vorbereitet. Gemeinsam mit Lothar Drewes berichtete Dirk nicht nur über die Atmosphäre bei den besuchten Treffen und die Idee, einen Club ins Leben zu rufen. „Ich hatte einen ganzen Haufen Unterlagen mitgebracht, um auch den Leuten, die vor allem zur Beantwortung von technischen oder baureihenbezogenen Fragen gekommen waren, eine kompetente Antwort geben zu können. Außerdem haben Lothar und ich von den Vorteilen gegenseitiger Hilfe geschwärmt, sowie von der Möglichkeit der Herstellung eigener Kunststoffteile berichtet“.

Dabei ging es um die Kopien von Originalteilen, von Spoilern und Schwellern. Weitere „Lockmittel“ der beiden Westerholter: Der Besitz eines eigenen (!) Schweißgerätes, sowie Bilder der ersten eigenen Capri-Restauration. Lothar Drewes und Dirk Zentara zogen also alle Register der Überzeugungskunst - und wurden dafür auch entlohnt. Die zehn erschienenen Gesinnungsgenossen waren angetan und den Plänen des Duos gegenüber sehr aufgeschlossen. Mehr noch - sie hatten sich bereits Gedanken über die gemeinsame Zukunft gemacht.

„Wir haben uns dann in einer Kneipe zusammengesetzt und sind gleich in die Beratungen eingestiegen. Damit war der Capri-Club Westerholt praktisch entstanden“, blickt Dirk Zentara zurück. Dirk Zentara und Frank Pachan – Gründungsmitglieder, die stets an Bord blieben. Und auch beide stets sehr um die Belange des Clubs bemüht. Dirk als inzwischen langjähriger Vorsitzender und Frank als Schriftführer des Clubs. Außerdem lag die Bearbeitung unserer zwei Festschriften aus Anlass der beiden eigenen Treffen „Tief im Westen“ (1998) und „Capri 2000“ in Frank's bewährten Händen.